Wandverkleidung im Überblick – welche Materialien gibt es?
Moderne Wandgestaltung geht weit über Tapete und Farbe hinaus. Wir führen drei Hauptkategorien an Wandverkleidungen, die jeweils ihre eigenen Stärken haben:
Akustikpaneele mit Echtholz-Furnier: Vertikale MDF-Lamellen mit echter Holzoberfläche, montiert auf einem Akustikfilz aus recyceltem PET. Vereint Premium-Optik mit Schallabsorption – ideal für Wohnzimmer, Büros, Heimkinos und akustisch herausfordernde Räume. Ein klarer Trend in modernen Innenräumen.
Pflanzenwand-Paneele (Modular Wall Flora): Pflegefreie Pflanzenpaneele auf PET-Filz-Basis. Schaffen Wohlfühl-Atmosphäre und vertikale Gärten ohne Wasserbedarf. Ideal für Empfangsbereiche, Arztpraxen, Coworking-Spaces und repräsentative Wohnräume.
Kunststoff-Wandpaneele (PVC): Robuste, witterungsbeständige Paneele mit Nut-Feder-System. Geeignet für Außenanwendungen wie Fassaden und Dachuntersichten sowie für Feuchträume im Innenbereich (Bad, Hauswirtschaftsraum).
Faustregel zur Auswahl: Für edle Wohnräume Akustikpaneele Echtholz, für besondere Highlights Pflanzenwand, für funktionale Bereiche und Außen Kunststoff.
Akustikpaneele – wie funktioniert Schallabsorption?
Akustikpaneele sind nicht nur Designelemente, sondern haben eine echte technische Funktion: Sie reduzieren den Nachhall in einem Raum.
Das Problem in modernen Räumen: Glatte Wände, große Fensterflächen, harte Böden (Fliesen, Vinyl) und wenig Textil führen dazu, dass Schallwellen ungebremst reflektiert werden. Das Ergebnis: Dröhnen, schlechte Sprachverständlichkeit, allgemeine akustische Unruhe.
Wie Akustikpaneele wirken: Der dahinterliegende PET-Akustikfilz absorbiert Schallwellen, statt sie zu reflektieren. Die Lamellenstruktur leitet den Schall in den Filz, wo er in Reibungswärme umgewandelt wird. Das Ergebnis: spürbar reduzierter Nachhall, klarere Akustik, bessere Sprachverständlichkeit.
Wo Akustikpaneele besonders sinnvoll sind:
– Wohnzimmer mit Heimkino oder TV: Klarere Sprachverständlichkeit bei Filmen
– Open-Plan-Büros und Coworking: Reduzierter Geräuschpegel
– Esszimmer und Restaurants: Angenehme Gesprächsatmosphäre
– Treppenhäuser und Flure: Vermeidung von Echo
– Konferenzräume: Bessere Audio-Qualität bei Videocalls
Faustregel zur Fläche: Etwa 15–25 % der Wandfläche mit Akustikpaneelen verkleiden, um einen spürbaren Effekt zu erzielen. Die typische Akzentwand hinter dem TV oder Sofa reicht in den meisten Wohnzimmern bereits aus.
Furnier-Dekore richtig wählen – die acht Holz-Optiken im Vergleich
Unsere Akustikpaneele sind in 8 verschiedenen Furnier-Dekoren erhältlich. Hier die Übersicht nach Stilrichtung:
Helle Eichen-Töne (warmer, einladender Look):
– Light Oak: Sehr helles Eichenholz mit warmen Honigtönen. Klassiker für skandinavisch geprägte Wohnräume.
– Vanilla Oak: Cremig-helle Eiche mit beigem Unterton. Sehr freundlich, ideal für kleine Räume.
– Scandi Oak: Heller Eiche-Look mit nordischer Anmutung. Modern und zeitlos.
Klassische Eiche-Mitteltöne:
– Classic Oak: Mittlerer Eiche-Ton, der Standard. Passt zu fast jedem Einrichtungsstil und ist die sicherste Wahl für unentschlossene.
– Oiled Oak: Geölte Eiche-Optik mit leicht goldenem Schimmer. Edel und vielseitig.
Graue und dunkle Töne (modern, urban):
– Grey Oak: Eiche mit grauer Pigmentierung. Modern und kühl.
– Umbra Grey Oak: Dunkleres Grau-Braun. Setzt starke Akzente.
– Black Walnut: Dunkles Walnussholz mit schokoladigen Tönen. Premium-Look für edle Räume.
Auswahl-Tipp: Bei Unsicherheit zur eigenen Möbelfarbe greifen – das schafft Harmonie. Alternativ bewusst Kontrast setzen: Helle Möbel + dunkle Akustikwand (Black Walnut), dunkle Möbel + helle Akustikwand (Vanilla Oak).
Wandpaneele montieren – Kleben oder Verschrauben?
Akustikpaneele und Wandpaneele lassen sich auf zwei Arten montieren – beide haben ihre Berechtigung:
Methode 1: Verkleben mit Montagekleber
Vorteile: keine sichtbaren Schraubenköpfe, schnellere Montage, ideal für glatte Putzwände und Trockenbau.
Vorgehen: Geeigneten Montagekleber (z. B. Klebstoff für Holzwerkstoffe und Schaum) punktweise auf die Rückseite des Paneels auftragen – nicht vollflächig, damit Restspannungen ausgeglichen werden können. Paneel an die Wand drücken, mit Klebeband oder Stützleisten 24 Stunden fixieren.
Methode 2: Verschrauben durch den Filz
Vorteile: maximale Sicherheit, ideal für unebene Wände, leicht wieder demontierbar.
Vorgehen: Schwarze Schrauben verwenden – sie verschwinden optisch im schwarzen Akustikfilz. Schrauben werden durch den Filz zwischen den Holzlamellen in die Wand gedreht. Ergebnis: nahezu unsichtbare Befestigung.
Empfehlung: Bei glatten, ebenen Wänden Kleben, bei unebenen oder Trockenbauwänden ohne tragfähige Befestigungspunkte Verschrauben. Bei sehr großen Flächen Kombination beider Methoden.
Pflanzenwände im Innenraum – das Jangal Modular Wall Flora-Konzept
Vertikale Gärten waren lange ein Privileg von Empfangshallen großer Unternehmen – mit erheblichem Pflegeaufwand. Das Jangal-Konzept bietet das Design ohne den Aufwand:
Was ist Modular Wall Flora? Vorgefertigte Paneele im Format 52 × 52 cm aus PET-Filz mit aufgebrachten künstlichen Pflanzen. Das Material ist täuschend echt, aber:
– Kein Wasser nötig
– Kein Sonnenlicht nötig
– Keine Pflege notwendig
– Farb- und formstabil auf Jahre
Modulare Vielfalt: Die Paneele lassen sich beliebig kombinieren – einzelne Akzente oder ganze Wandflächen. Verschiedene Designs (Nature Design, Mixed Green Buxus) können gemischt werden, um lebendige Strukturen zu schaffen.
Ideale Einsatzorte: Empfangsbereiche, Arztpraxen, Friseursalons, Coworking-Spaces, Restaurants, repräsentative Wohnzimmer, Treppenhäuser, dunkle Räume ohne Tageslicht.
Gestaltungs-Tipp: Die Pflanzenpaneele lassen sich besonders gut mit den Akustikpaneelen kombinieren. Die warme Holzoptik der Lamellen kontrastiert harmonisch mit dem frischen Grün der Pflanzen – das ergibt eine biophile Designsprache, die in modernen Innenarchitektur-Konzepten gefragt ist.
Wandverkleidung für Außen – Kunststoff-Paneele richtig einsetzen
Während Akustikpaneele für trockene Innenräume gedacht sind, kommen unsere PVC-Kunststoffpaneele in Zweibrett-Optik überall dort zum Einsatz, wo es witterungsbeständig und pflegeleicht sein muss:
Klassische Außenanwendungen:
– Fassadenverkleidung: Komplette Hausfassaden oder Akzentflächen
– Dachuntersicht: Schöner und sicherer als unverkleidete Sparrenuntersicht
– Carport-Dachuntersicht: Geschlossen und optisch hochwertig
– Giebelverkleidung: Klassiker an Mehrfamilienhäusern
Innenanwendungen für Feuchträume:
– Bad-Decken: Resistent gegen Dampf und Spritzwasser
– Hauswirtschaftsräume: Pflegeleicht bei häufiger Reinigung
– Garagen und Werkstätten: Robust und einfach abwaschbar
Vorteile gegenüber Holzverkleidung: Kein Streichen nötig, UV-beständig, verzieht sich nicht bei Feuchtigkeit, Insekten- und pilzresistent. Mit Nut-Feder-System sehr schnell zu montieren – auch von Heimwerkern.
Verfügbar in Weiß und Schwarz in verschiedenen Längen von 2 bis 6 Metern. Für ein perfektes Endergebnis bieten wir auf Anfrage passende Eckprofile, U-Endprofile und H-Verbinder an.