Siebdruckplatte nach Maß zuschneiden lassen – so geben Sie die Maße richtig an
Sie brauchen Ihre Platte nicht in Standardmaßen, sondern exakt passend? Über unseren Siebdruckplatten-Zuschnitt nach Wunschmaß fertigen wir jede Platte millimetergenau in Länge und Breite – ohne dass Sie selbst sägen, vorbohren oder Ausrisse riskieren müssen. Das spart Werkzeug, Zeit und Verschnitt und sorgt für rechtwinklige, saubere Kanten.
So geht's: Wählen Sie zuerst Stärke und Oberflächenvariante (Sieb/Film oder Film/Film), geben Sie dann Ihre gewünschte Länge und Breite in Millimetern an. Mehrere Platten mit unterschiedlichen Maßen lassen sich in einer Bestellung kombinieren – einfach nacheinander in den Warenkorb legen. Ein Tipp aus der Praxis: Planen Sie bei Außenanwendungen die Schnittkanten von Anfang an mit ein, denn diese müssen anschließend versiegelt werden (siehe FAQ unten).
Sieb/Film vs. Film/Film – welche Oberflächenkombination passt zu Ihrem Projekt?
Bei Siebdruckplatten gibt es zwei Hauptvarianten der Oberflächengestaltung. Bei der klassischen Sieb/Film-Variante trägt eine Seite die typische rutschhemmende Wabenstruktur (Sieb), die andere ist glatt phenolharzbeschichtet (Film). Diese Variante ist Standard für Anhängerböden, Rampen, Skateboard-Halfpipes und alle Bereiche, in denen Trittsicherheit wichtig ist.
Bei der Film/Film-Variante sind beide Seiten glatt phenolharzbeschichtet. Diese Platten eignen sich besonders für Schalungsarbeiten, glatte Möbel- oder Werkbankoberflächen, Innenwände im Fahrzeugausbau und überall dort, wo eine ebene, leicht zu reinigende Fläche gefragt ist – auf beiden Seiten.
Birke oder Eukalyptus – was die Holzart über die Qualität verrät
Birken-Siebdruckplatten aus finnischem oder russischem Birkenholz gelten als Premium-Variante. Sie bieten höchste Biegefestigkeit, eine gleichmäßige Lagenverleimung und geringe Verformungsneigung. Wichtig zu wissen: Echte Birken-Siebdruckplatten sind durch alle Lagen hindurch aus Birke gefertigt – nicht nur die Decklagen, wie es bei manchen Billigprodukten der Fall ist.
Eukalyptus-Siebdruckplatten sind eine wirtschaftlich attraktive Alternative. Eukalyptus wächst schnell nach und liefert ein hartes, dichtes Holz. Die Tragfähigkeit ist für die meisten Anwendungen vollkommen ausreichend, das Gewicht jedoch leicht höher als bei Birke. Für Standard-Einsätze im Anhänger- oder Schalungsbau ist Eukalyptus eine sehr gute Wahl mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Phenolharzbeschichtung – das Geheimnis hinter der Robustheit
Die charakteristische dunkelbraune Oberfläche von Siebdruckplatten entsteht durch einen phenolharzgetränkten Spezialfilm, der unter hohem Druck und Temperatur auf das Sperrholz aufgepresst wird. Phenolharz ist ein duroplastischer Kunststoff, der nach dem Aushärten chemisch praktisch unverwundbar ist – er widersteht Wasser, Säuren, Laugen, UV-Strahlung und mechanischer Abnutzung.
Die Beschichtung wird nicht „aufgeklebt", sondern verschmilzt mit den oberen Holzfasern. Dadurch entsteht eine unlösbare Verbindung, die den Platten ihre legendäre Langlebigkeit verleiht. Eine gut gepflegte Siebdruckplatte kann im Außeneinsatz problemlos 15 bis 20 Jahre und länger halten – vorausgesetzt, die Schnittkanten werden korrekt versiegelt.
Siebdruckplatten für den Anhängerbau – empfohlene Stärken und Verlegung
Im Anhängerbau ist die Siebdruckplatte das absolute Standardmaterial für den Ladeboden. Die empfohlene Plattenstärke hängt vom Quertraversen-Abstand ab: Bei einem Abstand bis 30 cm reichen 15 mm. Liegen die Traversen 30–50 cm auseinander, sollten 18–21 mm gewählt werden. Bei größerem Abstand oder hoher Punktbelastung sind 24–30 mm sinnvoll.
Die siebbedruckte (rutschhemmende) Seite zeigt nach oben. Befestigt wird mit Senkkopf-Edelstahlschrauben in vorgebohrten Löchern – mehr dazu im nächsten Abschnitt. Die Stoßfugen zwischen Platten sollten mit dauerelastischer Dichtmasse versiegelt werden, damit kein Wasser in die Konstruktion eindringt.
Welche Schrauben für Siebdruckplatten? Edelstahl, Senkkopf, vorbohren
Für Siebdruckplatten sind Edelstahlschrauben (A2/V2A) die richtige Wahl. Verzinkte Schrauben können bei Feuchtigkeit Korrosion entwickeln, die hässliche Rostspuren auf der Beschichtung hinterlässt. Bei Einsatz im Salzwasser- oder Küstenbereich sollten Sie zu A4/V4A-Edelstahl greifen.
Wichtig: Immer Senkkopfschrauben verwenden und vorbohren. Die harte Phenolharzbeschichtung kann sonst absplittern, und die Schraube findet ohne Pilotbohrung schwer Halt. Faustregel: Vorbohren mit einem Bohrer, dessen Durchmesser dem Kerndurchmesser der Schraube entspricht. Die Schraubköpfe sollten plan mit der Oberfläche abschließen oder leicht versenkt werden – bei Senkbohrer-Einsatz wird die Beschichtung nicht beschädigt.
Siebdruckplatte vs. Multiplex vs. Sperrholz – wann nutze ich was?
Siebdruckplatten sind die erste Wahl, wenn die Oberfläche stark beansprucht wird, rutschhemmend sein soll oder mit Wasser in Berührung kommt – also Anhängerböden, Schalung, Fahrzeugausbau, Stallböden, Outdoor-Konstruktionen.
Multiplexplatten mit BFU 100-Verleimung sind die richtige Wahl, wenn die Stabilität gefragt ist, aber die Oberfläche selbst gestaltet werden soll – etwa bei Möbeln, Werkbankplatten oder sichtbaren Innenausbau-Elementen, die später lackiert oder geölt werden.
Sperrholzplatten mit IF20-Verleimung sind die wirtschaftliche Lösung für reine Innenanwendungen ohne Feuchtigkeit – Möbelrückwände, Modellbau, Schubladen, Trennwände. Einen ausführlichen Überblick über alle Holzplatten finden Sie in unserem Ratgeber „8 Holzplatten im Praxis-Check".