Hochbau, Tiefbau, Galabau – wo welche Materialien zum Einsatz kommen
Bauprojekte werden traditionell in drei große Bereiche unterteilt – jeder mit eigenen Materialanforderungen:
Hochbau: Alles, was über der Erdoberfläche liegt – Mauerwerk, Geschossdecken, Dachstuhl, Innenausbau. Wichtigste Bauholz-Komponenten: KVH-Konstruktionsvollholz, Bauholz, Kantholz, Baudielen. Werkzeug: Baustützen für temporäre Abstützungen.
Tiefbau: Alles unter der Erdoberfläche – Fundamente, Kanalbau, Entwässerung, Drainage. Hauptkomponente bei uns: das komplette KG-Rohrsystem nach DIN EN 13476 mit Bögen, Abzweigen und Muffen.
Galabau (Garten- und Landschaftsbau): Außenanlagen, Pflasterung, Gartenwege, Gartenkonstruktionen. Materialien: Pflasterfugenmörtel, Lärche-Konstruktionsholz, Angelim Pedra für Premium-Konstruktionen, KDI-Hölzer für direkten Erdkontakt.
Schnittstelle Sanierung: Hier verschwimmen die Grenzen. Eine Sanierung kann Hochbau-Elemente (neue Innenwände), Tiefbau (neue Abwasserleitungen) und Galabau (neue Gehwege) umfassen. Wir bieten alle Komponenten aus einer Hand.
Die Phasen eines Rohbaus – welche Materialien werden wann gebraucht?
Ein Rohbau folgt typischerweise mehreren Phasen, in denen unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen:
1. Erdarbeiten und Fundament: Gruben ausheben, Schalung erstellen, Beton einbringen. Hier brauchen Sie Schalholz und Baudielen für die Schalung sowie Baustützen für die Sicherung der Schalung.
2. Mauerwerk und Geschossdecken: Mauerarbeiten und Deckenschalung. Baustützen werden hier intensiv genutzt zum Stützen der Schalungen, bis der Beton ausgehärtet ist.
3. Holzkonstruktion (Dachstuhl): KVH-Konstruktionsvollholz für Sparren, Pfetten und Wandständerwerk. Bei Holzrahmenbau zusätzlich Latten und Konterlatten für die Dachdeckung.
4. Tiefbau und Entwässerung: KG-Rohrsystem für Abwasser und Drainage. Wichtig: Vor dem Verschließen der Gräben Dichtigkeitsprüfung und korrekter Einbau mit Gleitmittel.
5. Außenanlagen: Pflasterung mit Pflasterfugenmörtel, Galabau-Konstruktionen mit Konstruktionsholz, Terrassenbau. Hier startet der Übergang von Bau zu Garten.
KVH, Bauholz oder Baudielen – die richtige Holzwahl im Hochbau
Bei Bauholz unterscheiden wir drei Hauptqualitäten, die jeweils ihre Anwendung haben:
KVH (Konstruktionsvollholz): Premium-Qualität. Technisch getrocknet auf 15 % +/- 3 %, vierseitig gehobelt mit gefasten Kanten, festigkeitssortiert nach C24. Verzieht sich kaum, präzise Maße. Für Holzrahmenbau, Dachstuhl, Innenausbau – überall, wo Maßhaltigkeit zählt.
Sägeraues Bauholz / Kantholz: Wirtschaftliche Variante, direkt aus dem Sägewerk. Höhere Holzfeuchte, raue Oberfläche. Für unsichtbare Konstruktionen, rustikale Sichtbalken, Schalholz oder Provisorien. Aus regionalem Nadelholz (Pfalz).
Baudielen: Massive Bohlen mit Querschnitten von 42 × 245 mm bis 45 × 280 mm. Trocken sortiert für bessere Formhaltigkeit. Klassische Anwendungen: Gerüstbohlen, Schalungshilfe, Grubenabsicherung, schwere Konstruktionen, massive Tischplatten. Hier zählt vor allem die Tragfähigkeit.
Faustregel: Sichtbar oder maßgenau → KVH. Robust und unsichtbar → Bauholz. Schwere Lasten → Baudielen.
KG-Rohrsystem für Abwasser und Drainage – die Grundlagen
KG-Rohre („Kanalgrundrohr") sind das Standard-System für Schmutz- und Regenwasserableitung im Tiefbau. Die wichtigsten Kennzahlen und Komponenten:
Material: PVC-U (Polyvinylchlorid hart) nach DIN EN 13476-2 für Rohre, DIN EN 1401-1 für Formstücke. Charakteristische orange Farbe.
Ringsteifigkeitsklassen: SN 4 (Standard, für nicht überfahrene Bereiche) und SN 8 (für Befahrbarkeit, höhere Belastung). Bei Einfahrten und Befahrungsbereichen immer SN 8 wählen.
Standard-Komponenten: Rohre in Standardlängen, Bögen (15°, 30°, 45°, 87°), Abzweige, Reduktionen, Reinigungs-Stücke, Muffenstopfen, Steinzeug-Adapter für Anschluss an bestehende Steinzeug-Leitungen, Überschiebmuffen für Verbindungen ohne Muffe.
Wichtig bei der Montage: Spezielles Gleitmittel verwenden (chemisch neutral, säurefrei) – schützt die Lippendichtringe beim Einstecken. Niemals Fett auf Mineralölbasis nutzen, das beschädigt die Dichtungen. Vor dem Zusammenstecken Sicke (Nut) reinigen, damit kein Sand oder Steine die Dichtwirkung beeinträchtigen.
Bauwerkzeug und Hilfsmittel – Baustützen, Pflasterfugenmörtel und Rohrschellen
Neben dem reinen Material gibt es eine Reihe wichtiger Hilfsmittel, die jedes Bauprojekt benötigt:
Baustützen (Bausprieße): Teleskopierbare Stahlstützen für temporäre Abstützungen. Anwendungen: Deckenschalung sichern, Mauerdurchbrüche stützen, Fensterstürze halten. Wichtig: Tragkraft sinkt mit zunehmender Auszugslänge – immer auf lotrechten Einbau und tragfähigen Untergrund achten. Standard-Modell teleskopiert von 1,80 m bis 3,20 m mit 6–10 kN Tragkraft.
Pflasterfugenmörtel: Dauerhafte Lösung für Pflasterfugen ab 3 mm Breite. Vorteile gegenüber klassischem Sand: Unkrautfrei, frostbeständig, wasserdurchlässig. Nutzungskategorie N1 für Gehwege und Terrassen. Verarbeitung: Steine vorwässern, Mörtel auftragen, mit Gummischieber einarbeiten, nach 15–20 Min mit weichem Besen reinigen.
Hilti-Rohrschellen: Premium-Befestigung für Rohre. Spezielle Kälterohrschellen mit thermischer Entkopplung verhindern Kältebrücken in der Bausubstanz und reduzieren Geräuschübertragung um bis zu 19 dB(A). Standard für hochwertige Klima- und Kaltwasserinstallationen.
Sauna selber bauen – warum Abachi das Premium-Holz für Saunabänke ist
Beim Saunabau gibt es ein Holz, das alle anderen ausschließt: Abachi. Es ist das weltweit eingesetzte Standardholz für öffentliche und private Saunen. Drei Eigenschaften machen Abachi unschlagbar:
1. Geringe Wärmeleitfähigkeit: Abachi bleibt selbst bei 100 °C Saunaraumtemperatur an der Oberfläche kühl. Sie können sich darauf setzen, ohne sich zu verbrennen – das ist mit anderen Hölzern wie Fichte oder Lärche nicht möglich (Verbrennungsgefahr).
2. Harzfrei und splitterfrei: Während Nadelhölzer wie Fichte oder Lärche bei Hitze Harz austreten lassen (klebrig auf der Haut!), ist Abachi vollständig harzfrei. Außerdem extrem splitterarm – ideal für direkten Hautkontakt.
3. Edle, helle Optik: Abachi hat einen hellen, gleichmäßigen Farbton, der dem Premium-Charakter einer Saunalandschaft gerecht wird. Mit der Zeit dunkelt es leicht nach, behält aber seine elegante Anmutung.
Verarbeitungs-Tipp: Saunabanklatten von der Unterseite verschrauben – damit auf der Sitzfläche keine sichtbaren oder erhitzbaren Schraubenköpfe sind. 10–15 mm Abstand zwischen den Latten für Luftzirkulation einplanen.