Baudiele, Hobeldiele oder Glattkantbrett – welches Brett wofür?
Baudielen (Fichte/Tanne, technisch getrocknet): kräftige Massivdielen (z. B. 42 × 245 und 45 × 280 mm) für belastbare Böden, Unterböden, Tischplatten, Bohlen, Stufen und Werkbänke. Durch die Trocknung bleiben sie maßhaltig.
Hobeldiele Kiefer mit Nut & Feder: gehobelte Profildiele, die mit Nut und Feder ineinandergreift und eine geschlossene, fugenarme Fläche bildet – ideal für Dielenböden, Dachbodenausbau sowie Decken- und Wandverkleidungen.
Glattkantbretter (Glattkantprofil, gehobelt): glatt gehobelte Bretter mit geraden, leicht gefasten Kanten ohne Nut und Feder – vielseitig für Verkleidungen (auch mit Schattenfuge), Regalböden, Möbel, Blenden und allgemeine Konstruktionen.
Nut & Feder – so entsteht eine fugenlose Fläche
Die Hobeldiele hat auf einer Längsseite eine Nut (Rille) und auf der anderen eine Feder (Vorsprung). Beim Verlegen schiebt sich die Feder der einen Diele in die Nut der nächsten – so entsteht eine ebene, stabile Fläche ohne durchgehende Fugen. Praktisch: Die Befestigung erfolgt verdeckt durch die Feder, Schraub- oder Nagelköpfe sind später nicht sichtbar.
Welche Stärke & Breite brauche ich? (20–45 mm)
Je größer der Abstand der darunterliegenden Lager-/Balkenhölzer und je höher die Belastung, desto dicker sollte die Diele sein:
| Stärke | Typischer Einsatz |
| 20–23 mm | Decken-/Wandverkleidung, leichte Böden auf engem Balkenabstand (Hobeldiele/Glattkant) |
| 28–35 mm | Dielenböden, Dachbodenausbau |
| 42–45 mm | stark belastbare Böden, Tische, Bohlen, Stufen (Baudielen) |
Breite Dielen (bis ca. 245–280 mm) wirken ruhiger und sind schneller verlegt, schmale Bretter sind formstabiler.
Fichte/Tanne & Kiefer – die Holzarten (technisch getrocknet)
Die Baudielen bestehen aus heimischer Fichte/Tanne – hell, leicht und formstabil, besonders in der technisch getrockneten („trocken") Ausführung, die Verzug und Reißen reduziert. Die Hobeldiele ist aus Kiefer – etwas härter und widerstandsfähiger mit lebendiger Maserung. Alle lassen sich gut sägen, schrauben, verleimen und anschließend ölen, lasieren oder lackieren.
Verlegung & Befestigung
Dielen werden quer auf Lager- oder Balkenhölzern verlegt und dort verschraubt oder genagelt – bei Nut-und-Feder-Dielen verdeckt durch die Feder, Glattkantbretter sichtbar oder mit definierter Schattenfuge. Lassen Sie das Holz vor der Verlegung im Raum akklimatisieren und planen Sie an den Rändern eine kleine Dehnungsfuge ein, da Holz arbeitet.
Oberfläche: schleifen, ölen oder lackieren
Nach der Verlegung lässt sich die Fläche schleifen und anschließend ölen, wachsen oder lackieren. Öl betont die natürliche Maserung und ist leicht auszubessern, Lack bildet eine widerstandsfähige, geschlossene Schicht.
Hinweis: Diese Dielen und Bretter aus Nadelholz sind für den Innenbereich gedacht. Für die bewitterte Terrasse ist unser Terrassendielen-Sortiment die richtige Wahl.