Farb- und Lackbedarfsrechner
Wie viel Farbe oder Lack brauchen Sie? Geben Sie Fläche, Untergrund und Anstrichanzahl ein.
Hinweis: Schätzwerte. Tatsächlicher Verbrauch hängt von Material, Untergrund, Auftragsweise und Witterung ab. Reichweite je nach Produkt prüfen.
Mit dem Rombs Farb- und Lack-Rechner ermitteln Sie online und kostenlos den genauen Liter-Bedarf für Innen- und Außenanstriche — ob Wand- und Deckenfarbe, Holzlasur, Möbellack oder Terrassen-Beschichtung. Der Rechner berücksichtigt die Saugfähigkeit des Untergrunds, die geplante Anstrichzahl und liefert direkt eine bestellfähige Menge inklusive Reserve.
Farbbedarf auf der Baustelle berechnen
Der Farb- und Lack-Rechner ist Teil der kostenlosen Rombs Handwerk Tools App. Damit kalkulieren Sie auch vor Ort beim Kunden Liter-Mengen und können sofort entscheiden, welche Gebindegröße sinnvoll ist.
- Sechs Untergrund-Modi voreingestellt
- Eigene Reichweiten überschreibbar
- Ohne Account, ohne Werbung, ohne Tracking
Wie der Farbrechner kalkuliert
Sie wählen den Untergrund (glatte Wand, Putz, Decke, Holz, glatte oder geriffelte Terrassendiele), geben die zu streichende Fläche in Quadratmeter ein und legen die Zahl der Anstriche fest. Der Rechner multipliziert die Fläche mit dem Anstrichfaktor und teilt durch die hinterlegte Reichweite des jeweiligen Untergrund-Typs. Heraus kommt der reine Liter-Bedarf – bei saugendem oder strukturiertem Untergrund automatisch mit höherem Verbrauchsfaktor.
Standard sind zwei Anstriche für deckende Wandfarbe und Lasuren. Für intensive Farbwechsel (z.B. dunkel auf hell) oder bei stark saugendem Untergrund kann ein dritter Anstrich nötig werden. Die Reichweite läßt sich frei überschreiben, wenn der Hersteller einen abweichenden Wert auf dem Eimer angibt.
Reichweiten-Tabelle: Liter pro Quadratmeter
Standard-Reichweiten nach Produktkategorie für einen Anstrich auf saugnormalen Untergrund. Bei rauem oder saugfähigem Untergrund kann der Verbrauch um 20 bis 40 Prozent steigen.
| Produktkategorie | Reichweite (m²/L) | Verbrauch pro m² (1 Anstrich) |
|---|---|---|
| Dispersionsfarbe Wand innen | ca. 8–10 | ca. 100–125 ml |
| Latexfarbe seidenmatt | ca. 7–9 | ca. 110–140 ml |
| Deckenfarbe matt | ca. 8–10 | ca. 100–125 ml |
| Fassadenfarbe Silikat / Silikon | ca. 6–8 | ca. 125–165 ml |
| Holzlasur dünnschichtig | ca. 10–14 | ca. 70–100 ml |
| Holzlasur dickschichtig | ca. 8–12 | ca. 85–125 ml |
| Buntlack alkydharzbasiert | ca. 12–14 | ca. 70–85 ml |
| 2K-Lack PU | ca. 8–12 | ca. 85–125 ml |
| Terrassenöl glatte Diele | ca. 12–16 | ca. 65–85 ml |
| Terrassenöl geriffelte Diele | ca. 6–10 | ca. 100–165 ml |
| Tiefgrund Konzentrat | ca. 8–12 (verdünnt) | ca. 85–125 ml |
| Grundierfarbe pigmentiert | ca. 7–10 | ca. 100–145 ml |
Hinweis: Werte für deckende, gebrauchsfertige Produkte bei Standard-Auftrag mit Rolle. Spritzauftrag erhöht den Verbrauch typisch um 20 bis 30 Prozent (Overspray).
Typische Liter-Mengen
Sechs konkrete Kalkulationen aus dem Maler- und DIY-Alltag mit 2 Anstrichen Standard:
- Wohnzimmer 40 m² Wandfläche, Dispersionsfarbe weiß auf glatter Wand: 40 × 2 / 9 = ca. 9 Liter → 10-Liter-Eimer reicht aus
- Decke 25 m² Raufaserstruktur, weiße Deckenfarbe: 25 × 2 / 8 = ca. 6,3 Liter → 7,5-Liter-Eimer oder zwei 2,5-Liter-Dosen
- Fassade Einfamilienhaus 180 m² mit Silikatfarbe: 180 × 2 / 7 = ca. 51 Liter → vier 12,5-Liter-Eimer (mit Reserve)
- Holzzaun 70 lfm, beidseitig 1,2 m hoch = 168 m², Lasur dünnschichtig: 168 × 2 / 12 = ca. 28 Liter → drei 10-Liter-Gebinde
- Innentüren 8 Stück mit je rund 4 m² Fläche, 2K-Buntlack: 32 × 2 / 10 = ca. 6,4 Liter → 7,5-Liter-Gebinde
- Terrasse 30 m² geriffelte Bangkirai-Diele, Hartholzöl: 30 × 2 / 8 = ca. 7,5 Liter → 7,5-Liter-Gebinde knapp ausreichend, lieber 10 Liter
Untergrund-Faktor — warum der Verbrauch schwankt
Drei Faktoren bestimmen, wie viel Farbe ein Untergrund tatsächlich aufnimmt:
- Saugfähigkeit: Neuer Putz, Gipskartonplatte und unbehandeltes Holz saugen Farbe regelrecht ein. Bei glatten, vorbehandelten oder schon mehrfach gestrichenen Flächen bleibt mehr Farbe an der Oberfläche.
- Oberflächenstruktur: Raufasertapete, Putz mit Korn oder geriffelte Terrassendielen haben eine deutlich größere reale Oberfläche als ihre gemessene Quadratmeter-Fläche. Pro Quadratmeter Wand kann das den Verbrauch verdoppeln.
- Deckkraft des Vorzustands: Hell auf hell deckt mit zwei Anstrichen. Dunkel auf hell, bunte Markierungen oder fleckige Untergründe brauchen einen pigmentierten Voranstrich oder einen dritten Anstrich.
Werkzeug-Wahl beeinflußt den Verbrauch
- Lammfellrolle 18 mm Florhöhe: Standard für Wandfarbe auf normaler Putz- und Raufaserfläche
- Schaumstoffrolle: Für glatte Innentüren und Möbel-Lacke – gibt eine besonders gleichmäßige, fast schlierenfreie Oberfläche
- Mikrofaserrolle 11 mm: Für strukturarme Wände wie Gipskarton oder feinen Filzputz – minimaler Spritznebel
- Streichbürste / Pinsel: Für Ecken, Kanten, Türzargen, schmale Sprossen – sparsamer als Rolle, aber langsamer
- Airless-Spritzgerät: Für große Flächen wie Fassaden, Decken im Industriebau – Verbrauch durch Overspray rund 25 Prozent höher als bei Rolle, dafür deutlich schneller
Antworten zum Farb- und Lack-Rechner
Die häufigsten Fragen rund um Reichweiten, Untergründe und Anstrich-Strategien.
Wie viel Wandfarbe brauche ich für 30 m²?
Bei 30 m² Wandfläche, einer durchschnittlichen Dispersionsfarbe mit Reichweite 9 m²/L und zwei Anstrichen ergibt sich ein Bedarf von rund 6,7 Litern – also ein 7,5-Liter-Eimer oder zwei 5-Liter-Dosen. Auf saugendem Putz steigt der Bedarf auf 8 bis 9 Liter; dann lieber den 10-Liter-Eimer wählen.
Welche Reichweite hat Holzlasur pro Liter?
Dünnschichtige Holzlasuren reichen für rund 12 bis 14 m² pro Liter und Anstrich. Dickschichtige Lasuren liegen bei 8 bis 12 m²/L. Bei saugenden Weichhölzern (Fichte, Lärche unbehandelt) sinkt die Reichweite des ersten Anstrichs deutlich – oft auf 6 bis 8 m²/L. Der zweite Anstrich verbraucht dann meist nur halb so viel Material.
Brauche ich wirklich zwei Anstriche?
Bei Standard-Wandfarbe weiß-auf-weiß und glatter, vorgrundierter Fläche reicht in vielen Fällen ein Anstrich, wenn das Produkt als „Hohe Deckkraft Klasse 1" gekennzeichnet ist. Bei Farbwechseln (z.B. von dunkler Wand auf weiß), bei stark saugendem Untergrund oder bei flecken-belasteten Flächen sind zwei oder sogar drei Anstriche nötig. Zwei Anstriche sind das sichere Standard-Setup, mit dem der Rechner kalkuliert.
Was ist der Unterschied zwischen Lack und Lasur?
Lack bildet einen geschlossenen, deckenden Film auf der Oberfläche – die Holzmaserung verschwindet. Lasur dringt ins Holz ein, bleibt offenporig und läßt die Maserung sichtbar. Lack braucht bei Renovierung Abschleifen oder Abbeizen, weil der Film ablöst. Lasur kann ohne Vorarbeit überarbeitet werden, vorausgesetzt das Holz ist sauber und trocken. Reichweiten und Verbrauchsfaktoren unterscheiden sich entsprechend.
Wie kalkuliere ich den Bedarf für ein Spritzgerät?
Beim Airless- oder HVLP-Spritzen entsteht durch Overspray ein zusätzlicher Materialverlust von rund 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Rollenauftrag. Wenn der Rechner für Rolle 10 Liter ausgibt, sollten Sie für das Spritzgerät 12 bis 13 Liter einplanen. Außerdem ist Spritzfarbe oft vorverdünnt – die Reichweite-Angabe auf dem Eimer beachten.
Was tun mit Restfarbe nach dem Streichen?
Wasserbasierte Restfarben (Dispersion, Latex) sind ungeöffnet mehrere Jahre lagerbar – kühl, frostfrei und gut verschlossen. Notieren Sie Farbton und Mischrezept auf dem Eimer. Eingetrocknete Restbestände können über den Restmüll oder beim Wertstoffhof entsorgt werden. Flüssige Farbreste gehören zur Schadstoffsammelstelle. Lösemittelbasierte Lacke müssen immer zum Schadstoffhof.
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