Brennholz- und Kaminholzrechner
Heizwert, Festmeter, Schüttraummeter und Heizöl-Äquivalent berechnen.
Hinweis: Heizwerte beziehen sich auf trockenes Brennholz mit ca. 15-20 % Restfeuchte. Frisches Holz hat deutlich weniger Heizwert. Umrechnungsfaktoren: 1 rm = 0,7 fm = 1,75 srm.
Mit dem Rombs Brennholz-Rechner ermitteln Sie online und kostenlos die Heizleistung Ihres Kaminholz-Vorrats und rechnen zwischen Raummeter, Schüttraummeter und Festmeter um. Für zehn typische Brennholz-Arten – von der hochwertigen Buche bis zur schnell brennenden Fichte – sind die Heizwerte hinterlegt. Heraus kommt eine direkt vergleichbare Kilowattstunden-Angabe sowie das Heizöl-Äquivalent.
Brennholz-Mengen in der App berechnen
Der Brennholz-Rechner ist Teil der kostenlosen Rombs Handwerk Tools App. Egal ob beim Förster, im Brennholzhandel oder beim Polter im Wald – sofort umrechnen, ob das Angebot fair ist.
- Zehn Holzarten mit Heizwert
- Heizöl-Äquivalent direkt sichtbar
- Ohne Account, ohne Werbung, ohne Tracking
Wie der Brennholz-Rechner arbeitet
Sie wählen das Maß ihrer Ausgangsmenge (Raummeter, Schüttraummeter oder Festmeter), geben den Zahlenwert ein und wählen die Holzart. Der Rechner konvertiert sofort zwischen allen drei Maßeinheiten und multipliziert mit dem hinterlegten Heizwert pro Raummeter. Heraus kommt der theoretische Energiegehalt in Kilowattstunden sowie das vergleichbare Heizöl-Äquivalent in Litern (1 Liter Heizöl ≈ 10 kWh).
Die Heizwerte gelten für luftgetrocknetes Brennholz mit rund 15 bis 20 Prozent Restfeuchte. Frisch geschlagenes Holz mit 40 bis 60 Prozent Feuchte liefert nur etwa die Hälfte der Energie – und produziert beim Verbrennen zusätzlich problematischen Wasserdampf und Versottung.
Heizwerte und Trocknungszeiten pro Holzart
Werte für lufttrockenes Brennholz bei 15 bis 20 Prozent Holzfeuchte. Die Trocknungszeit gilt für gespaltenes, sachgerecht gestapeltes Scheitholz unter Witterungsschutz.
| Holzart | Heizwert (kWh/Rm) | Heizöl-Äquivalent (L/Rm) | Trocknungszeit |
|---|---|---|---|
| Buche | ca. 2.100 | ca. 210 | 2 Jahre |
| Eiche | ca. 2.100 | ca. 210 | 2 bis 3 Jahre |
| Robinie | ca. 2.000 | ca. 200 | 2 Jahre |
| Esche | ca. 1.900 | ca. 190 | 1 bis 2 Jahre |
| Birke | ca. 1.900 | ca. 190 | 1 bis 2 Jahre |
| Lärche | ca. 1.700 | ca. 170 | 1 Jahr |
| Kiefer | ca. 1.700 | ca. 170 | 1 Jahr |
| Douglasie | ca. 1.700 | ca. 170 | 1 Jahr |
| Tanne | ca. 1.600 | ca. 160 | 1 Jahr |
| Fichte | ca. 1.500 | ca. 150 | 1 Jahr |
Die Umrechnung zwischen den Maßeinheiten basiert auf festen Faktoren:
- 1 Festmeter (Fm): ein massiver Kubikmeter Holzsubstanz ohne Luftzwischenräume
- 1 Raummeter (Rm) oder Ster: ein Kubikmeter gestapeltes, gespaltenes Scheitholz – entspricht ca. 0,7 Fm
- 1 Schüttraummeter (Srm): ein Kubikmeter lose geschüttetes Scheit- oder Hackholz – entspricht ca. 0,4 bis 0,5 Fm bzw. 0,6 bis 0,7 Rm
- Faustregel: 1 Rm ≈ 1,4 Srm ≈ 0,7 Fm
Typische Heizvergleiche
Sechs konkrete Rechnungen für Kaminbesitzer und Hausheizer:
- 5 Raummeter Buche luftgetrocknet: 5 × 2.100 = 10.500 kWh ≈ 1.050 Liter Heizöl – entspricht dem Jahresverbrauch eines Niedrigenergiehauses für die Brauchwassererwärmung
- 10 Schüttraummeter Fichte als Kaminholz: 10 Srm = 7 Rm × 1.500 = 10.500 kWh ≈ 1.050 Liter Heizöl
- 3 Festmeter Eiche im Stamm gekauft: 3 Fm = 4,3 Rm × 2.100 = 9.030 kWh ≈ 903 Liter Heizöl
- 15 Raummeter Mischholz Buche/Esche für einen Winter: 15 × 2.000 (Mittelwert) = 30.000 kWh – deckt den Heizenergiebedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses
- 1 Schüttraummeter Birken-Anzündholz: 1 Srm = 0,7 Rm × 1.900 = 1.330 kWh
- Vergleich gleiches Holzvolumen: 1 Rm Buche bringt 600 kWh mehr als 1 Rm Fichte – bei gleichem Preis pro Raummeter ist Buche dreimal so wirtschaftlich
Trocknen, lagern, sauber verbrennen
- Spalten beschleunigt die Trocknung: Ungespaltenes Rundholz trocknet im Inneren fast nicht. Direkt nach dem Schlag spalten und stapeln.
- Standort: Luftiger, sonniger Platz mit Regenschutz von oben (Dach oder Plane). Stapel auf Paletten oder Holzbalken, nicht direkt auf der Erde.
- Abstand zur Hauswand: Mindestens 5 cm Hinterlüftung, sonst staut sich Feuchtigkeit und das Holz fault.
- Feuchte-Messung: Holzfeuchte unter 20 Prozent ist seit 1. Januar 2025 für den Hausgebrauch in BImSchV-Anlagen vorgeschrieben. Ein Holzfeuchte-Messgerät kostet rund 25 Euro.
- Anzündverfahren: Von oben anzünden (Top-Down-Methode) reduziert Emissionen drastisch – große Scheite unten, kleine oben, Anzündhilfe ganz oben.
- Saubere Verbrennung: Erkennen Sie an heller, gelblicher Flamme und kaum sichtbarem Rauch. Schwarzer dichter Rauch zeigt feuchtes oder zu kühl verbranntes Holz.
Hartholz vs. Weichholz im Kamin
- Hartholz (Buche, Eiche, Esche, Birke): Höhere Dichte = mehr Energie pro Raummeter. Brennt langsam und gleichmäßig mit ruhiger Flamme. Klassisches Heizholz für Kamine und Kachelöfen.
- Weichholz (Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche): Geringere Dichte, weniger Energie pro Raummeter, aber leicht entzündlich. Ideal zum Anheizen oder für offene Kamine, wo schnell Wärme gewünscht ist.
- Harz-Aspekt: Nadelholz neigt zu Funkenflug und Verharzungen im Schornstein. In offenen Kaminen und bei geringer Wartung des Schornsteins eher Hartholz wählen.
- Mischheizung: Praktischer Mix – Weichholz zum Anheizen, dann auf Hartholz wechseln. Reduziert die Brennzeit pro Befüllung und macht die Wärme angenehmer.
Antworten zum Brennholz-Rechner
Die häufigsten Fragen rund um Raummeter, Heizwert und Brennholz-Auswahl.
Was ist der Unterschied zwischen Raummeter, Festmeter und Schüttraummeter?
Ein Festmeter ist ein massiver Kubikmeter Holz ohne Luftzwischenräume – das Maß für Stammholz im Wald. Ein Raummeter (auch Ster genannt) ist ein Kubikmeter gestapeltes, gespaltenes Scheitholz und entspricht etwa 0,7 Festmetern. Ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz und entspricht rund 0,4 bis 0,5 Festmetern beziehungsweise 0,6 bis 0,7 Raummetern.
Welches Holz hat den höchsten Heizwert?
Pro Raummeter liefern Buche und Eiche mit rund 2.100 kWh die höchste Energie. Robinie folgt mit 2.000 kWh, danach Esche und Birke mit jeweils 1.900 kWh. Nadelhölzer wie Fichte (1.500 kWh) liefern deutlich weniger pro Raummeter, sind dafür aber leichter entzündlich. Pro Kilogramm Trockenmasse haben alle Hölzer ähnliche Heizwerte – der Unterschied entsteht durch die Dichte.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Kiefer brauchen rund 1 Jahr Lagerzeit unter Dach. Buche, Birke und Esche etwa 2 Jahre. Eiche und Robinie brauchen 2 bis 3 Jahre, weil sie sehr langsam Wasser abgeben. Gespalten und gut belüftet gestapelt beschleunigt sich die Trocknung deutlich. Die magische Grenze liegt bei unter 20 Prozent Restfeuchte – seit 2025 gesetzlich vorgeschrieben für Hausfeuerstätten.
Wieviel Brennholz brauche ich für einen Winter?
Faustregel: Ein Kaminofen mit 8 kW Leistung verbrennt pro Heizstunde rund 2 bis 3 kg Buchen-Holz. Bei 4 Stunden Heizdauer pro Tag und 150 Heizungstagen pro Saison sind das rund 1.500 kg = etwa 2 Raummeter Buche. Wer den Kamin als Hauptheizung nutzt, kommt schnell auf 8 bis 15 Raummeter pro Saison. Bei reinem Zusatzheizen für die Übergangszeit reichen oft 3 bis 5 Raummeter.
Wie messe ich die Holzfeuchte?
Mit einem elektronischen Holzfeuchte-Messgerät (rund 25 Euro). Das Scheit wird in der Mitte gespalten, und die Messspitzen werden quer zur Faser in das frische Holzinnere gedrückt. Die Messung mehrfach an verschiedenen Scheiten wiederholen und Mittelwert bilden. Werte unter 20 Prozent: einsatzbereit. Werte zwischen 20 und 25 Prozent: noch nicht optimal, weiter trocknen lassen. Über 25 Prozent: keinesfalls verbrennen.
Brennholz ofenfertig oder als Meterware kaufen?
Ofenfertig (25 oder 33 cm gespalten, getrocknet) ist am bequemsten, aber rund 30 Prozent teurer pro Raummeter. Meterware (1 m lang, ungespalten oder gespalten) kommt günstiger, erfordert aber eigene Säge und ggf. Spalter. Stammholz im Wald ist die preiswerteste Option für gut ausgerüstete Selbstwerber. Ein 5er-Set Buche zum Anheizen aus dem Sack kostet rund 12 Euro – rechnet man hoch, sind 100 Euro pro Raummeter im Sackformat normal, während Schüttware bei 50 bis 70 Euro liegt.
Holz, Säge und Spalter
Wer Brennholz selbst aufbereitet, braucht ergänzendes Material. Auch benachbarte Rechner können hilfreich sein:
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Bei Fragen zu Brennholz-Aufbereitung, Sägen oder Spaltgeräten beraten wir Sie persönlich.