Zuschnitt-Optimierer Holz
Geben Sie Ihre Schnittliste ein und wir optimieren den Verschnitt.
Schnittliste
Hinweis: First-Fit-Decreasing-Algorithmus. Reihenfolge der Schnitte ist nicht zwingend optimal, liefert aber sehr gute Ergebnisse für die Praxis.
Mit dem Rombs Zuschnitt-Optimierer ermitteln Sie online und kostenlos, wie sich eine Schnittliste mit möglichst wenig Verschnitt auf Standard-Rohlängen oder Rohplatten aufteilen läßt. Sie geben die gewünschten Stücklängen und ihre Anzahl ein, der Rechner verteilt sie mit dem First-Fit-Decreasing-Verfahren auf so wenig Latten oder Platten wie möglich. Dadurch sparen Sie Material, Geld und Lagerplatz.
Schnittliste vor Ort optimieren
Der Zuschnitt-Optimierer ist Teil der kostenlosen Rombs Handwerk Tools App. Auch in der Werkstatt oder direkt vor dem Holzregal sofort einsetzbar – Sie sehen, wieviele Latten Sie tatsächlich kaufen müssen.
- First-Fit-Decreasing-Algorithmus
- Schnittverluste mit eingerechnet
- Ohne Account, ohne Werbung, ohne Tracking
Wie der Zuschnitt-Optimierer arbeitet
Sie geben die Standard-Rohlänge der Latte oder Bohle in Millimetern ein (z.B. 4.000 mm für eine 4-Meter-Latte) sowie den Sägeverlust pro Schnitt (typisch 3 bis 4 mm für eine Kreissäge). Dann tragen Sie die einzelnen Schnittlängen mit Stückzahl in die Liste ein.
Der Algorithmus sortiert die Stücke absteigend nach Länge und legt sie nacheinander auf die erste Rohlatte, die noch Platz bietet. Paßt ein Stück nicht mehr, wird eine neue Rohlatte begonnen. Heraus kommt eine Liste, wieviele Rohlatten Sie brauchen und welche Reststücke pro Latte übrig bleiben – mit Gesamt-Verschnitt in Millimetern.
Das First-Fit-Decreasing-Verfahren ist eine bewährte Heuristik. Es liefert keine mathematisch perfekte Lösung, kommt aber in der Praxis sehr nah an das Optimum und ist deutlich schneller als ein exakter Algorithmus – ideal für Stücklisten im Werkstatt-Alltag.
Standard-Rohlängen und Plattenformate
Übersicht der wichtigsten Rohmaße im deutschen Plattenhandel und bei Konstruktionsholz. Wer auf Standardlängen plant, bezahlt weniger und vermeidet Sonderzuschnitt-Aufpreise.
| Material | Standard-Rohmaße | Sägeschnitt-Breite |
|---|---|---|
| Konstruktionsvollholz (KVH) | 3.000 / 4.000 / 5.000 / 6.000 mm | ca. 3 mm Bandsäge, 4 mm Kreissäge |
| Dachlatte 24 × 48 mm | 3.000 / 4.000 / 5.000 mm | ca. 3 mm |
| Bohle 50 × 200 mm | 4.000 / 5.000 / 6.000 mm | ca. 4 mm |
| Multiplex Birke | 2.500 × 1.250 mm | ca. 4 mm Plattensäge |
| Multiplex Großformat | 3.000 × 1.500 mm | ca. 4 mm |
| OSB-3 | 2.500 × 1.250 mm | ca. 4 mm |
| Sperrholz | 2.500 × 1.250 mm | ca. 4 mm |
| Siebdruckplatte | 2.500 × 1.250 mm | ca. 4 mm |
| MDF | 2.800 × 2.070 mm | ca. 3 mm |
| Spanplatte beschichtet | 2.800 × 2.070 mm | ca. 3 mm |
| HDF / Faserplatte | 2.800 × 2.070 mm | ca. 3 mm |
Konkrete Optimierungs-Szenarien
Vier typische Stücklisten aus Werkstatt und Bauplanung, gerechnet mit 4-Meter-Latten und 3 mm Sägeschnitt:
- Dachlattung Schuppen 12 m² – benötigt: 20×1.250 mm + 15×850 mm + 10×600 mm: Algorithmus verteilt auf 14 Rohlatten 4.000 mm. Gesamt-Verschnitt unter 8 Prozent – ohne Optimierung wären es 16 Latten gewesen.
- Regalwand mit 30 Brettern à 800 mm und 24 Brettern à 350 mm: 8 Rohlatten 4.000 mm reichen. Pro Latte 5×800 mm = 4 m exakt, plus eigene Rohlatten für die 350-mm-Stücke. Optimum erreicht.
- Terrassenrahmen mit 6×3.000 mm + 4×1.500 mm + 8×500 mm: 6 Rohlatten 4.000 mm reichen, weil aus den 1.500ern und 500ern jeweils Reste optimal zusammengelegt werden.
- Bilderrahmen-Produktion 50×420 mm + 50×320 mm: Pro 4-Meter-Latte 5×420 + 6×320 = 4,02 m – das paßt nicht mehr. Praktischer: 5×420 + 5×320 = 3,7 m, das passt auf 10 Latten. Über die Reststücke lassen sich weitere kleine Komponenten gewinnen.
Warum die Sägeschnitt-Breite zählt
Pro Sägeschnitt verschwindet 3 bis 4 mm Material als Späne – das nennt sich Schnittfuge oder Kerf. Bei einer 4-Meter-Latte mit 10 Schnitten sind das schon 30 bis 40 mm Materialverlust. Bei nicht eingerechneten Schnittfugen reichen Latten plötzlich nicht aus, obwohl die reine Längensumme paßt.
- Handkreissäge / Tauchsäge: 2,5 bis 3,5 mm Schnittfuge
- Stationäre Formatkreissäge: 3 bis 4 mm
- Bandsäge schmal: 1,5 bis 2 mm – gut für teures Material
- Bandsäge breit (Plattensäge): 4 bis 5 mm
- Stichsäge: 1,5 bis 3 mm – Toleranz 1 mm einplanen
- Wasserstrahlschneiden: < 1 mm – präzise, aber für Holz selten
Sechs Praxis-Tipps für minimierten Verschnitt
- Lange Stücke zuerst: Der First-Fit-Decreasing-Algorithmus sortiert automatisch. Wer manuell plant, sollte ebenso mit den längsten Stücken anfangen.
- Bestellung an Roh-Standards anpassen: Eine Stückliste mit 50 Brettern à 1.940 mm passt schlecht auf 4.000-mm-Latten. Auf 1.950 mm gerundet ergibt 2×1.950 + 4 mm Schnitt = 3.904 mm pro Latte – fast Optimum.
- Reststücke katalogisieren: Restholz nicht wegwerfen, sondern nach Länge sortiert lagern. Bei der nächsten Stückliste die Reste zuerst einplanen.
- Plattenzuschnitt im Shop: Bei Plattenwerkstoffen lohnt sich Zuschnitt durch den Lieferanten – dessen Plattensäge ist genauer als die meisten Heimwerker-Werkzeuge, und der Verschnitt landet in seinem Recycling.
- Verlegerichtung beachten: Bei Furnier- und Holzdekor-Platten haben Sie eine vorgegebene Faserrichtung. Der Optimierer rechnet rein numerisch – die Ästhetik müssen Sie nachprüfen.
- Stückzahl-Reserve einplanen: Pro Stückliste 2 bis 5 Prozent Mehrbedarf für Ausschuß, Sägefehler und Materialfehler einrechnen – gerade bei teurem Tropenholz oder Massivholzplatten.
Antworten zum Zuschnitt-Optimierer
Die häufigsten Fragen rund um Schnittlisten-Optimierung, Algorithmus und Sägeverluste.
Was ist der First-Fit-Decreasing-Algorithmus?
First-Fit-Decreasing ist eine Heuristik zum Lösen des Bin-Packing-Problems. Sie sortiert alle zu schneidenden Stücke absteigend nach Länge und legt sie nacheinander auf die erste Rohlatte, in die das Stück noch hineinpaßt. Paßt es nicht, wird eine neue Rohlatte begonnen. Das Verfahren liefert keine perfekte Lösung, kommt aber in über 90 Prozent der Fälle innerhalb 10 Prozent ans mathematische Optimum heran – bei extrem schneller Rechenzeit.
Wieviel Material spart die Optimierung gegenüber Faustformel?
Bei typischen Stücklisten zwischen 10 und 25 Prozent Materialeinsparung. Wer pro Stück einfach eine eigene Rohlatte ansetzt, verschenkt enorme Mengen Holz. Bei einer Stückliste über 30 Bretter und einer Materialpreis von 10 Euro pro Latte sind das schnell 50 bis 80 Euro Ersparnis – und entsprechend weniger Restholz für die Mülltonne.
Funktioniert der Optimierer auch für Plattenmaterial?
Der Online-Optimierer arbeitet 1-dimensional – ideal für Latten, Profile und schmale Bretter. Für 2-dimensionalen Plattenzuschnitt (Länge × Breite) brauchen Sie ein Tool mit 2D-Packing-Algorithmus. Bei Plattenwerkstoffen lohnt sich oft, den Zuschnitt direkt beim Lieferanten zu beauftragen – dort werden große Stücklisten 2D-optimiert und auf der Plattensäge präzise umgesetzt.
Welche Sägeschnitt-Breite soll ich angeben?
Eine Hand- oder Tauchkreissäge mit einem Standard-Blatt erzeugt rund 2,5 bis 3,5 mm Schnittfuge. Stationäre Format- oder Tischkreissägen liegen bei 3 bis 4 mm. Bandsägen mit schmalem Blatt schaffen 1,5 bis 2 mm, breite Plattenbandsägen 4 bis 5 mm. Wer mit Stichsäge arbeitet, sollte für die ungleichmäßige Schnittkante zusätzlich 1 mm Toleranz einplanen.
Wie gehe ich mit Reststücken um?
Reststücke ab 30 cm sollten Sie aufheben – sie eignen sich für spätere kleine Projekte, Schubladenrückwände, Auflager oder als Versuchsmaterial für Oberflächenbehandlungen. Pro Material- und Längenklasse sortiert lagern und in einer Liste festhalten. Bei der nächsten Stückliste die Reststücke zuerst einplanen, bevor neue Latten bestellt werden. Sehr kurze Stücke unter 20 cm wandern in der Regel ins Brennholz oder Hackschnitzel-Bin.
Kann ich verschiedene Rohlängen mischen?
Der einfache Optimierer arbeitet mit einer fixen Rohlänge. Wer verschiedene Längen mischen will (z.B. 3 m, 4 m, 5 m), sollte die Stückliste zuerst auf die längsten Roh-Stücke verteilen und die übrigen kleinen Stücke dann auf kürzere Roh-Längen umlegen. Alternativ jede Rohlänge separat rechnen und die Stücke auf die jeweils passende verteilen.
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